Freitag, 31. Juli 2015

Papiertöpfe (paper pots)?

Hallo zusammen,

heute habe ich die Wintersalate in Papiertöpfen ausgesät.
Bevor ich mir eine Gerätschaft zulege, mit der ich aus Zeitungspapier Töpfe drehen kann, muss ich erst mal wissen, ob das was für mich ist.

Hierfür habe ich nur Zeitungsstreifen (ca. 10x30 cm) auf die Schnelle um eine Papprolle (von einer leeren Küchenrolle) gewickelt und das letzte Drittel umgeschlagen und den Überschlag mit Rolle und Fingern festgedrückt. 


Im Netz gibt es auch noch zahlreiche Anleitungen, wie man stabilere Versionen falten kann, sicher für größere Pflanzen super, für Salate ist mir das zu aufwendig. 
Dann nur noch Erde mit einem Löffel einfüllen und fertig. Die Zeitung wird mit ins Beet gepflanzt und verrottet dort. 


So mal die Theorie. Werden die durchweichten Töpfe bis zur Auspflanzung halten oder werde ich nach ein paar mal wässern nur noch Matsch haben? Ich werde berichten.

Ab in die Sonne!

Euch wünsche ich einen guten Start ins Wochenende!

Liebe Grüße

eure Bianca

Donnerstag, 30. Juli 2015

Heute geerntet

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich die Bohnen aus dem Beet geholt (werde sie einfrieren) und etwas Mangold


Der Mangold kam in die Pfanne, mit gebratener Zwiebel und Salz und Pfeffer.
Dazu gab es Spiegelei und Butterbrot.


Muss dringend die Endivien aussäen.. ganz vergessen!

Habt einen schönen Abend!

Liebe Grüße

eure Bianca

Mittwoch, 29. Juli 2015

Die erste Kraut- und Braunfäule

Hallo ihr Lieben,

den Gärtnern kann man es ja wettertechnisch nicht recht machen. Nach der wochenlangen hitzigen Dürre kürzlich wünschten wir uns jedes Tröpfchen Wasser vom Himmel für die staubtrockenen Beete und die gähnend leeren Regentonnen sehnlichst herbei. Seit ein paar Tagen regnet es hingegen fast schon wieder zu viel und die Temperaturen sind relativ rasant in den Keller gefallen. Für mich erst mal eine Wohltat, aber für den Gemüsegarten war es schon fast wieder zu feucht.


Wir wissen alle, es gibt Schlimmeres als die Unzufriedenheit über das Wetter. Trotzdem lebt der Gärtner (nicht nur er allein, aber eben auch er im Besonderen) besonders eng mit dem Wetter zusammen. Von der Hitze verdörrte Sämlinge gehen ihm genau so ans Herz wie vom Sturm abgeschlagene Pflanzen oder die Invasion von Pilzerkrankungen nach anhaltend feuchter Witterung, und so manchesmal ist man froh, dass man von seinem selbst gezogenen Gemüse nicht abhängig ist, denn Verluste stehen mindestens genau so oft an der Tagesordnung wie die entsprechenden Erfolge.



 

Heute habe ich auf meiner Überraschungskartoffel (aus einer vergessenen Kartoffel vom letzten Jahr ausgetrieben) bereits die ersten Anzeichen von Kraut- und Braunfäule festgestellt. Der dafür verantwortliche Pilz (Phytophthora infestans) befällt gleichsam Kartoffeln als auch Tomaten, und mein Freilandtomaten- Experiment (aktuelle Bilder siehe hier) ist noch am Laufen. Daher gab es heute "vorsichtshalber" (wenn es für eine Verhinderung der Übertragung eh nicht schon zu spät war) eine vorzeitige, winzige Ernte und die befallene Pflanze musste in den Müll.


Auch der Kürbis fühlt sich nicht mehr ganz wohl, die ersten Fäulnisprobleme werden sichtbar.
Trotzdem ist es immer wieder faszinierend, etwas Essbares zu ernten.

Macht´s schön und passt auf euch auf,

liebe Grüße

eure Bianca 

Die Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota)

Wilde Möhren sind mir sympathisch. Sie sind die direkten Verwandten bzw. Vorfahren unserer Gartenmöhre, sie duften gut und sie sind eine tolle Bienenweide. Leider findet man sie hier viel zu selten, auch auf den Wiesen sind sie ein eher seltener Gast. Da gefällt es dem Wiesen-Bärenklau und dem Wiesen-Kerbel besser. Momentan findet man sie hier aber am viel befahrenen Straßenrand, auf den unwirtlich wirkenden, brachliegenden Schotterflächen, da dann allerdings in größeren bis großen Gruppen.


An der rotschwarzen Scheinblüte in der Mitte (die allerdings nicht auf jeder Blüte vorkommt), die auf den ersten Blick wie ein Insekt wirkt, kann man sie zweifelsfrei erkennen.



Die direkte Verwandschaft zur Gartenmöhre kann man auch gut an der Form des Laubes erkennen (erinnert stark an z.B. das Laub der Bundmöhren im Supermarkt).
Zerreibt man es zwischen den Fingern, steigt einem der kräftige, "möhrige" Duft in die Nase.
Kulturmöhren duften lange nicht so intensiv wie ihre wilden Verwandten.


Der Samenstand wirkt sehr dekorativ, wie ich finde.



Die Dolden wirken auf mich aus der Entfernung wie kleine Bälle, woran man sie oft schon gut erkennen kann. Laut Wikipedia ist die Wilde Möhre eine wichtigste Nahrungsquelle für z.B. Sandbienen und die Raupen des Schwalbenschwanz- Schmetterlings. 
Der Gemüsegärtner mag sie auch gerne, weil sie bestäubende Insekten in den Garten lockt.

Ich freu mich immer wieder, wenn sie mir mal am Wegesrand begegnet.

Passt auf euch auf und habt einen schönen Tag,

eure Bianca

Samstag, 25. Juli 2015

Neues aus dem (Nutz)garten

Hallo ihr Lieben,

heute wurde ich fast schon wehmütig, als ich im Baumarkt die Herbststauden gesehen habe. An das Ende des Sommers möchte ich jetzt eigentlich noch nicht erinnert werden.
Hier hat es mittlerweile abgekühlt auf 25 Grad (die Hitze hat einen ja echt kirre gemacht) und so darf es gerne bleiben. Heute habe ich ein umfangreiches Up-Date aus dem Gemüsegarten im Gepäck.

Ganz vorne begrüßt uns neuerdings ein winziges Sonnenblümchen, ein Vogelfutter- Sämling


Meine größte Sonnenblume (Gelber Riese) steht aktuell bei 2,60 m, Tendenz (noch) steigend. 
Die Riesen sind mittlerweile meine persönlichen Sommerblumen, gut schon von Weitem erkennbar und auch noch kräftig leuchtend, wenn die Tage schon trüber werden.


In der Bienen- und Schmetterlingsecke wird es auch noch Sonnenblumen geben, hatte verschiedene Sorten verstreut, hoffe diesmal ist eine Rote dabei


Dort fängt es jetzt langsam zu blühen an, besonders gefreut haben mich die Zinnien. Hatte auch noch welche hinten im Kübel, aber diese haben den Schnecken besonders gut geschmeckt.







Blick Richtung Nutzgarten


Hochbeet Nr. 1 (Salbei, Liebstöckel, Kohlrabi Superschmelz)


Hochbeet Nr. 2 mit den Kürbissen



Der Kürbis "frisst" langsam die Hecke auf.
Hoffe die Nachbarin wird es mir verzeihen, wenn er demnächst ihre Wäschespinne kapert..


Die kleine Sitzecke zwischen Kürbis und Erdbeerbeet habe ich, glaube ich, noch nicht gezeigt. In den Kübeln befinden sich die gesäten Ampelerdbeeren. Die Fläche wird im Frühjahr für die Anzuchttöpfe genutzt, wenn die Bank noch im Schuppen steht.


Das wurde übrigens aus der gekeimten Walnuss, die mir Schwiegerpapa vor zwei Jahren mitbrachte.
Weiß noch nicht wohin mit dem guten Stück..


Freilandtomaten "Hellfrucht"





Davor Grünkohl, dass andere müssten ein Rosenkohl, zwei Blumenkohl und Kohlrabi sein.


Mangold und Zwiebeln


Buschbohnen Saxa und Fenchel



Und meine Überraschungskartoffel.. Dachte, ich hätte alle ausgegraben letztes Jahr, aber eine versteckt sich wohl immer ;-)


Das Zuckermais"feld", noch unverändert


Ein kleiner Gartenhelfer, der sich auf der Suche nach Blattläusen verlaufen hat


Den Folientunnel hat´s heute Mittag mitsamt den Heringen fast weg geweht, ein paar Steinplatten aus dem Schuppen halten ihn nun fest


Die Zwergtommis vom Januar, gerade in einer Hochphase


Sommer, Sonne, Sonnenschein (bei mittlerweile erträglichen Temperaturen), Herz, was willst du mehr?

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße

eure Bianca

Mittwoch, 22. Juli 2015

Heiß, trocken und Orchideen-lastig

Hallo ihr Lieben,

der ungewöhnlich warme und trockene Juli (laut SWR-Text soll es der heißeste Juli in Baden-Württemberg seit den Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 sein) hat uns ziemlich im Griff und im Garten ist jeden Abend Gießen angesagt. Bei den Kürbissen tut sich gerade besonders viel, was mich wirklich gefreut hat. Allerdings müssen auch jeden Abend mindestens zwei Gießkannen voll Wasser ins Hochbeet, sonst lassen sie sofort die Blätter hängen:


Da hat doch noch einer der Taglilien- Ableger geblüht. Hatte auch noch eine violetten Ableger versenkt, hoffe er lässt sich dann nächstes Jahr blicken


Meine Phalaenopsis- Sucht ist noch nicht ausgestanden und auf wundersame Weise haben sie sich auch vermehrt *hust* momentan landen sie alle 2-3 Wochen in der Wanne und werden da getaucht und abgebraust (um es Milben und Co. möglichst schwer zu machen). Dazwischen werden sie meist nur ein wenig eingenebelt. Die meisten stehen allerdings in größeren Töpfen mit mehr Substrat mittlerweile, das nicht ganz so schnell abtrocknet wie die kleineren. Fast alle befinden sich momentan in einer kleinen Nachblüte. Mich erstaunt immer wieder, wie lange die Blüten teilweise halten können. Bei fast allen Zweitriebigen ist ein Trieb abgestorben und der andere Trieb grün geblieben (mit Austrieb neuer Knospen)





 

Euch einen schönen, nicht zu heißen Abend!

Liebe Grüße

eure Bianca